Kiew, Majdan
Ihr solltet den Majdan noch besuchen.
So wurde uns vor unserm Kiew-Besuch angeraten. Als wir ankommen, ist Marjana zunächst erstaunt. Von dem großen, leeren Platz, den sie in Erinnerung hat, ist nichts zu sehen. Einige Imbiss- und Andenkenbuden versperren den Blick und den Weg.
Doch das währt nur kurz. Dann stehen wir vor Palettenwänden mit Stacheldraht und Mauern aus Reifen. Dahinter Zelte.
Schritt für Schritt kommen wir weiter ins Gelände der ukrainischen Volksproteste vom Jahreswechsel hinein, tauchen wir tiefer ein in die Atmosfäre der dramatischen Tage vom Februar diesen Jahres. Zum Glück hat man vieles stehen gelassen. Zelte, Kücheneinrichtungen, Barrikaden liegen da, als seien sie eben erst verlassen, als könnten ihre Bewohner jederzeit zurückkehren. Dazwischen Bilder der Ermordeten, Kerzen, Mahnrufe.
Und dann stellen wir fest: Der Majdan lebt! Weiter
Mückenalarm
Dass sie kommen würden, war uns gestern Abend schon bewusst. Was wir allerdings beim Aufwachen sahen, ließ schlimmeres befürchten. Die Realität an diesem Tag sollte auch das noch übertreffen.
Also zurück zum Morgen, erster Blick aus müden Augen: Weiter
Vorurteile
Richtiger hätte ich den Beitrag wahrscheinlich Vor-Bilder nennen sollen. Hier geht es um jenes halbe „Wissen“, das man -aus irgendwelchen Quellen sich angesammelt habend- irgendwo im Kopf hat, ohne dass man wirklich weiß. Und diese Innenbilder treffen dann auf die Wirklichkeit. Weiter
Hygiene!?
„Sie müssen aber Handschuhe anziehen!“ Die durchaus freundliche Stimme der Verkäuferin ertönt zu spät. Soeben habe ich mein letztes Brötchen in der Tüte verstaut, natürlich Plastetüte. Dazu soll ich nun also auch noch einen der daneben liegenden Plastehandschuhe nehmen, um sauber die Brötchen zu angeln. Ich beschließe,… Weiter
Das Begräbnis der Sardine – Murcia III
Wir stehen am Straßenrand. Haben einen Platz auf dem Geländer ergattert. Mit uns stehen Zehntausende auf vielleicht vier Kilometer Straßenlänge von einer Flussseite zur andern. Es ist Sonnabend Abend gegen halb neun. Aber klar, ein solch riesiger Begräbniszug braucht seine Zeit. Also sagen wir halb zehn. Weiter
Gitarre und Radio – Murcia II
Heute muss es sein! Entschlossen verlassen wir das Hotel. Gehen zielgerichtet ins Zentrum. Schon gestern, beim bando, war uns der Ort ins Auge gefallen. Eine schmale calle, mit vielen Geschäften, Fußgängerzone. Eine kleine Ausweitung, Hohe Häuser. Schatten. Weiter
Für Helene
Du wirst nun vier Jahre alt.
Und ich kann leider nicht mit dir feiern, weil ich noch auf meiner großen Reise bin. Da habe ich schon viel erlebt.
Eine Geschichte davon erzähle ich dir jetzt zum Geburtstag. Es ist eine wahre Geschichte. Und sie heißt: Weiter