El bando – Murcia I

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Murcia hat uns überrascht. Bis zuletzt. Und so stehen wir jetzt hier, Industriegebiet Nord, schon auf der Autobahnauffahrt, und halten die Daumen in den Wind. Vor einer Stunde war noch sicher, dass uns Alejandro gleich bis Alicante mitnehmen würde. Aber, lo siento, sein Freund habe abgesagt, so würde jetzt nichts aus der Reise. Zur Autobahn bringe er uns noch. Das war lieb von ihm. So wie er schon eine ganze Woche lang lieb zu uns zwei reisenden Gestalten war.
Aber vielleicht der Reihe nach. Weiter

Notfall

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Das fühlt sich komisch an. Vorsichtig tastet die Zunge im Mund herum. Gewissheit stellt sich ein, der Zahn ist defekt. Da ist ein großes Stück rausgebrochen. Oder fehlt eine Krone? Weiter

Wir suchen…

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… eine Näherin. Schon unsere erste Frage beim Hostalportier nach einer solchen verspricht Erfolg. Wenige Straßen weiter sei eine. Auf dem abendlichen Spaziergang schauen wir schon mal nach. Aber irgendwie haut es nicht hin.
Ok, wir fragen morgen im Babyladen. Weiter

Nachrichten

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Wir sind auf der Suche nach WLAN. Der Barwirt nickt und führt uns eine Tür weiter. Noch eine Bar, hyperneumodisch. Sieht nicht gut aus, protzt aber. Und ist knalllaut, die Musik dröhnt, die Leute schreien sich an, wir erschreien uns das Passwort.
Während ich an dem Beitrag übern GR 142 schreibe, flimmern die Nachrichten über den selbstverständlich vorhandenen Fernseher. Weiter

GR 142

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– Wo wollt ihr hin?, wir werden deutsch angesprochen.
-Heute auf den Campingplatz.
- Das ist schon mal eine gute Idee.
- Wieso?
 Wir erfahren, dass es hier ganz viele Hippies gäbe. Ja, die sind uns schon aufgefallen.
- Sie klauen!

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Am schnellsten gehts…

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… im Gehen. Das kann ich hier behaupten. Weil ich es weiß. Weil ich es erlebe.
Seit fast drei Monaten gehen wir. Jeden Tag. Mindestens drei Stunden. Manchmal auch sechs. Weiter

Ein Tag

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Es ist gegen 8.30 Uhr. Wir kriechen aus dem Zelt. Es war bereits die vierte Nacht, wir haben schon leidlich gut geschlafen, der Übergang zum Landstreicherleben scheint gelungen.
Draußen scheint die Sonne. Das verheißt baldige Wärme, auch wenn unser Zelt momentan noch im vielleicht acht Grad kalten Schatten steht.
Marjana hat sich einen Rest von Zivilisation bewahrt und begibt sich in ihr Freiluft-Badezimmer (Grand wash saloon im abgestorbenen Mandelbaum). Weiter