Das Leben voll nehmen

Beim Reisen geht es nicht nur darum, Neues zu erfahren und zu erleben. Vielmehr bietet Reisen auch die Möglichkeit, das eigene Leben und Tun aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Da tauchen manchmal interessante Fragen an mich selbst auf oder ordnen sich Dinge im Inneren neu. So erging es mir in Amaicha, wo, angeregt durch zwei Erlebnisse, der folgende Artikel über einen Teil meiner Arbeit, das erwachsene Bonding, entstand. Weiterlesen

Wie kommen wir an Geld?

Ich bin Besitzer einer Kreditkarte. Meine deutsche Bank verspricht mir, dass ich weltweit ohne Gebühren abheben kann. Auf meinen Reisen in Europa hat das bisher auch erstaunlich gut geklappt.
Nun bin ich in Argentinien – und damit zwar nicht mehr in Europa, aber immerhin noch in der Welt. Insofern verschwendete ich auf das Nachdenken über die Beschaffung von Reisegeld keine Energie. Weiterlesen

Der Sand so weiß

Ich sitze am Strand von Blanca Arena. Das heißt, eigentlich sitze ich in dem, was man bei uns Düne nennen würde. Hier ist dieser Hinterstrand bewachsen mit hohen, schattenspendenden Bäumen, was auch dringend notwendig ist, da die Sonne fast senkrecht stehend unbarmherzig brennt. Weiterlesen

Es beginnt

Die Reisevorbereitungen werden kürzer:
Zelt, Matte, Schlafsack sind gesetzt. Die Ortlieb Faltschüssel auch. Sie ist wunderbar vielseitig, zum Wäschewaschen ebenso geeignet wie als Sammelbehälter für Lebensmittel. Dazu kommen Löffel, Messer, Schüssel, Thermos-Tasse, Taschenlampe. Mit dem Kocher versuchen wir diesmal was neues. Weiterlesen

Jäger der georgischen SIM-Card (Tbilisi)

Jede Reise hat ihre paradoxen Momente.Am meisten gefallen mir die, wo östlicher Pragmatismus sich westlicher Dekadenz als haushoch überlegen erweist. Aber der Reihe nach.
Wir sind auf der Suche nach einer SIM-Card. Erfahren in östlicher Lebensweise wissen wir, die gibt’s überall. Also rein in einen x-beliebigen Souvenirladen in Tbilisis altem Stadtzentrum. Natürlich haben sie welche. Aber funktionieren die auch in den Bergen des Kaukasus? Weiterlesen

Geisterfahrt

imagePoltawa – Kiew. Wir haben den schnellsten Marschrutkafahrer der Welt erwischt. Er kennt nur zwei Fahrspuren – links und ganz links. Auch wenn es die Gegenspur ist. Bis jetzt ist es gut gegangen. Ich muss schreiben, um mich abzulenken. Weiterlesen

Charkiwer Erlebnissammelsurium

image‚Wir suchen das Zentrum.“ „Sie sind mittendrin!“
Wir stehen vor einem großen weiten Nichts. Charkiw rühmt sich, den größten freien Platz Europas zu haben. Bis vor kurzem war der noch bewohnt: Wladimir Iljitsch Lenin thronte auf einem großen Sockel. Von seinem Sturz blieb nur der linke Schuh verschont. Er dient jetzt als Halterung für die hellblau-gelbe ukrainische Flagge.
Rings um den Sockel steht ein Gerüst mit einem großen Plakat: Liebe Charkiwer, entschuldigt. Hier finden gerade Bauarbeiten statt. Weiterlesen

Die Welt im Plazkartni

imageNoch fünf Minuten! Begeleitpersonen aussteigen! Die Stimme des Schaffners schallt durch den Wagon.
Wir wagen das Abenteuer: 16.15 Uhr ab Lviv, Nachtzug bis Charkiw. 20 Stunden Plazkartni. Das ist jenes fahrende große gemeinsame Schlafzimmer für 53 Leute. Wir haben es so gewollt.
Der Zug rollt an. Es geht gemächlich los. Während draußen Lviv vorüberzieht, ist es drinnen der Schaffner. Die Fahrkarten werden eingesammelt und die Bettwäsche ausgegeben. Erste Fleißige beziehen sofort. Weiterlesen