Geisterfahrt

imagePoltawa – Kiew. Wir haben den schnellsten Marschrutkafahrer der Welt erwischt. Er kennt nur zwei Fahrspuren – links und ganz links. Auch wenn es die Gegenspur ist. Bis jetzt ist es gut gegangen. Ich muss schreiben, um mich abzulenken. Weiterlesen

Charkiwer Erlebnissammelsurium

image‚Wir suchen das Zentrum.“ „Sie sind mittendrin!“
Wir stehen vor einem großen weiten Nichts. Charkiw rühmt sich, den größten freien Platz Europas zu haben. Bis vor kurzem war der noch bewohnt: Wladimir Iljitsch Lenin thronte auf einem großen Sockel. Von seinem Sturz blieb nur der linke Schuh verschont. Er dient jetzt als Halterung für die hellblau-gelbe ukrainische Flagge.
Rings um den Sockel steht ein Gerüst mit einem großen Plakat: Liebe Charkiwer, entschuldigt. Hier finden gerade Bauarbeiten statt. Weiterlesen

Die Welt im Plazkartni

imageNoch fünf Minuten! Begeleitpersonen aussteigen! Die Stimme des Schaffners schallt durch den Wagon.
Wir wagen das Abenteuer: 16.15 Uhr ab Lviv, Nachtzug bis Charkiw. 20 Stunden Plazkartni. Das ist jenes fahrende große gemeinsame Schlafzimmer für 53 Leute. Wir haben es so gewollt.
Der Zug rollt an. Es geht gemächlich los. Während draußen Lviv vorüberzieht, ist es drinnen der Schaffner. Die Fahrkarten werden eingesammelt und die Bettwäsche ausgegeben. Erste Fleißige beziehen sofort. Weiterlesen

Die Ukraine beginnt in Dresden

image– gleich hinter dem Hauptbahnhof.
Dein Bus fährt vor, der Fahrer steigt aus. Ab diesem Moment geht es Ukrainisch weiter. Oder Russisch. Oder Surdschik. Rjuksaky rein, Platz genommen. Und, ja, darauf haben wir nicht gewartet -noch ehe der Bus losrollt, geht die DVD an. Bis nachts um elf wird uns jetzt aus scheppernden Lautsprechern eine Folge nach der anderen der Serie „Veränderung in einem Augenblick“ begleiten. Ich danke dem Erfinder der Ohrstöpsel.
Erster Halt kurz nach der Grenze in Polen. Die Raststätte mit dem Superklo. Auch diesmal wieder ausdrücklich empfohlen von unserm Fahrer. Weiterlesen

Weihnachtssuchspaziergang

imageEs ist Heilig Abend kurz nach 16 Uhr. Zeit in der Kirche zu sitzen, dem Krippenspiel zu lauschen, die schönen Weihnachtslieder mitzusingen und durch die Kirchenfenster die Dämmerung immer mehr hereinfallen zu sehen.
Wir gehen raus in die Sonne. Eine kleine Wanderung, einfach querfeldein – und dann mal sehen. Weiterlesen

Reiseerfahrungen – Lebenstipps 14

Ausruh-Orte finden!

imageDas war das Schwierigste während unseres Jahres.
Wenn das Wetter schön ist, kein Problem – du legst dich auf eine Wiese am Wald oder einen freien Strand am Meer und ya está, wie der Spanier so treffend sagt, alles klar.
Ansonsten: Wenn der Wind sehr frisch ist, treibts dich nach einiger Zeit hoch und weiter; du willst ja nicht frieren. Wenn es feucht ist, haut das mit dem Hinsetzen oder -legen nicht so gut hin. Und im Stehen ist das mit dem Ausruhen nicht so ganz die praktische Sache. Weiterlesen

Reiseerfahrungen – Lebenstipps 12

Nimm dich ernst!

imageDen letzten Anstoß zu diesem Tipp erhielt ich im Meer. Beziehungsweise hinterher.
Viele Dinge sind einem ja schon mehr oder weniger lange bekannt. Aber dann gibt es diesen einen, entscheidenden Moment, wo etwas plötzlich in voller Klarheit aufleuchtet. So war es auch hier.

Wir gehen an einem schönen Junimorgen baden.

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Reiseerfahrungen – Lebenstipps 11

Hör auf, wenn du merkst, es reicht!

imageBacelona lockt uns mit seinen Reizen. Heute ist die „Sagrada Familia“ dran, jene von Gaudî konzipierte, einzigartige Kirche, die immer noch im Bau ist. Anschließend wollen wir noch in die Altstadt und uns dort im bunten Treiben treiben lassen.
Die Sagrada Familia ist überwältigend, wirklich einzig artig. Man will jeden Winkel kennenlernen, alles verstehen, begreifen, erfühlen. Nach zweieinhalb Stunden gehen wir raus, es reicht erstmal. In einem nahe gelegenen Park setzen wir uns in die Sonne. Und wir merken dort: Es ist genug für heute! Wir sind so voll von Eindrücken! Weiterlesen