Die Ukraine beginnt in Dresden

image– gleich hinter dem Hauptbahnhof.
Dein Bus fährt vor, der Fahrer steigt aus. Ab diesem Moment geht es Ukrainisch weiter. Oder Russisch. Oder Surdschik. Rjuksaky rein, Platz genommen. Und, ja, darauf haben wir nicht gewartet -noch ehe der Bus losrollt, geht die DVD an. Bis nachts um elf wird uns jetzt aus scheppernden Lautsprechern eine Folge nach der anderen der Serie „Veränderung in einem Augenblick“ begleiten. Ich danke dem Erfinder der Ohrstöpsel.
Erster Halt kurz nach der Grenze in Polen. Die Raststätte mit dem Superklo. Auch diesmal wieder ausdrücklich empfohlen von unserm Fahrer. Weiterlesen

Weihnachtssuchspaziergang

imageEs ist Heilig Abend kurz nach 16 Uhr. Zeit in der Kirche zu sitzen, dem Krippenspiel zu lauschen, die schönen Weihnachtslieder mitzusingen und durch die Kirchenfenster die Dämmerung immer mehr hereinfallen zu sehen.
Wir gehen raus in die Sonne. Eine kleine Wanderung, einfach querfeldein – und dann mal sehen. Weiterlesen

Reiseerfahrungen – Lebenstipps 14

Ausruh-Orte finden!

imageDas war das Schwierigste während unseres Jahres.
Wenn das Wetter schön ist, kein Problem – du legst dich auf eine Wiese am Wald oder einen freien Strand am Meer und ya está, wie der Spanier so treffend sagt, alles klar.
Ansonsten: Wenn der Wind sehr frisch ist, treibts dich nach einiger Zeit hoch und weiter; du willst ja nicht frieren. Wenn es feucht ist, haut das mit dem Hinsetzen oder -legen nicht so gut hin. Und im Stehen ist das mit dem Ausruhen nicht so ganz die praktische Sache. Weiterlesen

Reiseerfahrungen – Lebenstipps 12

Nimm dich ernst!

imageDen letzten Anstoß zu diesem Tipp erhielt ich im Meer. Beziehungsweise hinterher.
Viele Dinge sind einem ja schon mehr oder weniger lange bekannt. Aber dann gibt es diesen einen, entscheidenden Moment, wo etwas plötzlich in voller Klarheit aufleuchtet. So war es auch hier.

Wir gehen an einem schönen Junimorgen baden.

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Reiseerfahrungen – Lebenstipps 11

Hör auf, wenn du merkst, es reicht!

imageBacelona lockt uns mit seinen Reizen. Heute ist die „Sagrada Familia“ dran, jene von Gaudî konzipierte, einzigartige Kirche, die immer noch im Bau ist. Anschließend wollen wir noch in die Altstadt und uns dort im bunten Treiben treiben lassen.
Die Sagrada Familia ist überwältigend, wirklich einzig artig. Man will jeden Winkel kennenlernen, alles verstehen, begreifen, erfühlen. Nach zweieinhalb Stunden gehen wir raus, es reicht erstmal. In einem nahe gelegenen Park setzen wir uns in die Sonne. Und wir merken dort: Es ist genug für heute! Wir sind so voll von Eindrücken! Weiterlesen

aLOCHamiento

imageWir eilen. Eine reichliche Viertelstunde bleibt uns noch. 21 Uhr schließt die Rezeption des Hostals. Es klang restriktiv. Also lieber doch noch anrufen?
Am Telefon eine Männerstimme. Ja, 21 Uhr sei Schluss. Wir schinden noch fünf Minuten raus.

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Reiseerfahrungen – Lebenstipps 10

Mach eine Pause, wenn du’s eilig hast!

imageWir wandern durch die Estrechos del Cuervo, ein herrliches Flusstal mit einigen, wie der Name schon sagt, Felseinengungen. Die Tour mit ihrem ständigen Auf und Ab fordert, es geht gegen fünf Uhr. Beim Überqueren einer schönen Talerweiterung überlege ich, ob wir hier das Zelt aufschlagen sollten. Ich sag es Marjana erst etwas später. Doch wir haben keine Lust umzudrehen, die Sonne ist noch herrlich, und es wird sich schon etwas finden. Weiterlesen

Das Ende der Welt

imageEs ist schon in Sicht!
Na, das ging ja leicht heute, ohne die schweren Rucksäcke. Aber es ist nicht nur das.
Wir fühlen uns heut freier. Gehen lockerer. Plaudern über das Erlebte auf den Jakobswegen. Erinnern uns dan den Anfang in San Sebastian, den camino del norte bis Bilbao.
Die Tage von damals werden wieder lebendig in uns. Wir spüren ihnen nach und merken, dass wir da auch so locker waren, unbeschwerter als in der letzten Zeit. Das ist interessant.
Jetzt wollen wir’s wissen: Wann eigentlich hat sich unser Modus geändert? Was ist passiert, dass wir mehr ins Abarbeiten, ins Durchhecheln kamen? Weiterlesen

Reiseerfahrungen – Lebenstipps 9

Hol nach, was du vergessen hast!

imageManches ist mir peinlich.
Ich stehe im Laden. Habe in unbeholfenem Ukrainisch-Russisch-Mix vorgetragen, was ich will. Die Verkäuferin versteht’s nicht. Mir wird heiß. Ich wiederhole es. Sie guckt weiter fragend. Was soll ich machen, ich habe die Sätze vorher ja sogar auswendig gelernt. Meine Achselhöhlen beginnen feucht zu werden. Ich merke, wie mein Denken anfängt zu blockieren.

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