Es beginnt

Die Reisevorbereitungen werden kürzer:
Zelt, Matte, Schlafsack sind gesetzt. Die Ortlieb Faltschüssel auch. Sie ist wunderbar vielseitig, zum Wäschewaschen ebenso geeignet wie als Sammelbehälter für Lebensmittel. Dazu kommen Löffel, Messer, Schüssel, Thermos-Tasse, Taschenlampe. Mit dem Kocher versuchen wir diesmal was neues.

Die Töpfe und der Kernbehälter vom Trangia bilden die Spiritus-Variante. Das wird ergänzt durch die Kleinholz-Variante: Ein findiger Ukrainer nimmt Sets von Metalltassen und bastelt daraus Minifeuerstellen. Zwei Hände voller kleinster Zweiglein genügen, um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen. Das geht überall. Wir haben so ein Superteil erstanden. So sind wir auch für spiritusarme Gegenden gewappnet.
Persönliche Sachen dazu – alles rein in den Rucksack. Los geht’s.
Wohin? Davon wissen wir noch nicht viel. Argentinien soll es sein. Ein wenig Uruguay dazu, vielleicht noch die chilenische Atacama-Wüste? Ein paar Ideen gibt es, aber was sich unterwegs entwickelt, ist völlig offen.
Ich liebe diese Art des Reisens. Es passiert ständig neues, überraschendes. Wir müssen auf die Situationen, die Menschen reagieren, müssen (und können) immer wieder kleine und große Entscheidungen treffen. Können bleiben, wo es uns gefällt – und weiterziehen, wenn es reicht. So geraten wir in einen Fluss, in einen Fluss mit dem Leben um uns. Das integriert uns mehr, die Dinge und Menschen kommen näher an uns heran. „Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße“, las ich mal. Und genauso erlebe ich diese Art Unterwegssein.
Meistens stimme ich mich zuhause ein wenig auf das Land ein, wohin wir reisen. Diesmal hat die Zeit dafür nicht gereicht. So gibt es nur ein Flugticket nach Buenos Aires (zurück auch) und als Anlaufstelle den Bekannten einer Bekannten.
Das ist ja immerhin schon was. Der Rest fügt sich.