Geh weg von dem, was dir nicht gut tut!
Die Mücken im Schazker Seengebiet!
Wir haben hier im Blog von den schlimmsten Zeiten mit diesen Stechwütigen schon geschrieben („Mückenalarm“). Als wir auf dem Zeltplatz waren, wurde es etwas besser. Wir kamen irgendwie damit klar. Gingen etwas schneller als sonst ins Wasser, zogen abends lange Sachen an, mieden den Wald. Nach drei Tagen hatten wir den Eindruck, dass es so geht.
Dann fuhren wir nach Luzk. Das erste, was uns dort im Hotelzimmer auffiel: wir atmeten durch und fühlten uns leichter. Das zweite: die Mücken fehlten!
Erst dort wurde uns so recht bewusst, wie sehr diese blöden Mücken unsere Energie gebunden hatten. Wieviel mehr wir jetzt offen waren für das, was uns in Luzk begegnete!
Wie oft ist das mit widrigen Umständen so. Wir nehmen sie in Kauf. Finden uns irgendwie damit ab. Fangen an uns noch einzureden, dass es doch nicht so schlimm sei. Innerlich ertönen die alten Stimmen aus Kinderzeiten: Stell dich doch nicht so an! Da muss man eben durch! Sei nicht so ein Weichei! Und was dergleichen mehr ist. Und tapfer halten wir durch.
Merken gar nicht, wieviel Energie durch dieses Durchhalten gebunden wird.
Ich muss an Wolf Büntig denken, der einmal bei einem Seminar mit uns folgendes sagte: Der Mensch ist nicht floral. Im Gegensatz zur Pflanze kann er weggehen von dem, was ihm nicht gut tut, sich auseinandersetzen mit dem, was ihm schadet, und hingehen zu dem, was ihm gut tut.
In meinen Workshops für besik(R)-Emotionalarbeit erleben wir oft, was passiert, wenn jemand bewusst aus einem Nicht-Wohlfühl-Bereich weggeht: Er oder sie atmet auf einmal tief und erleichtert durch. Und merkt erst daran, wie sehr er vorher die Luft angehalten hat.
Es ist manchmal so einfach. Wenn da nicht der eigene Ochsenmodus wäre. Als ob das Leben immer schwer sein, immer ein Kampf sein müsse.
Nein! Du hast Möglichkeiten zur Veränderung. Gewöhnlich viel mehr als du denkst.
Das Leben darf auch leicht sein!