Geh den Weg stets bis zum (scheinbaren) Ende!
Órgiva. Wir wollen eine Runde außen um den uns noch unbekannten Ort machen. Nehmen irgendeinen Weg. Schließlich scheint der in einem Grundstück zu enden. Wir sind schon am Umkehren, als wir uns doch dazu entschließen, bis zum Zauntor zu gehen. Erst dort erblicken wir einen Mann. Wir sprechen ihn an, erzählen, was wir vorhaben. Er mustert uns gründlich: „Wenn’s nur einmal ist, dann geht hier über mein Grundstück!“ Wir danken.
Ein Stück weiter versperrt ein geschlossenes Tor den Weg. Wir lassen uns nicht abschrecken und bleiben auf Kurs. Und siehe da, als wir direkt davor stehen, öffnet sich rechts eine kleine Lücke zwischen Torpfosten und Hecke.
Wie oft tauchen bei unserm „Unterwegssein“ im Leben Schwierigkeiten auf. Und wie oft meint dann jemand, „hat doch keinen Sinn!“ Und dreht um.
Andere gehen gar nicht erst los; es könnte ja schief gehen.
Natürlich kann es das. Wann geht schon mal alles glatt? Das Leben will, dass du Schwierigkeiten meisterst. Dass du ran gehst. Dass du deine Möglichkeiten voll nutzt!
Daran, nur daran, wächst du. Und entwickelst dich als Mensch weiter.
Und allmählich lernst du, nicht die Schwierigkeiten zu sehen, sondern die Möglichkeiten und Wege. Dann eröffnen sich auf einmal Räume, von denen du vorher gar keine Ahnung hattest. Neue Räume dich zu entfalten.
Erfolgreich ist, wer geht, so weit es möglich ist.