Emotionen – aber richtig!
Ich will meine kleine Beitragsserie über die Emotionen gleich mit einer der schönsten beginnen: der Liebe.
Vorneweg sei gleich noch gesagt: Es gibt keine negativen Emotionen.
Es gibt angenehme – und unangenehme, wobei selbst die letzteren sich wandeln, sobald sie als Ausdruck des kräftigen eigenen Ichs erlebt werden (dazu ausführlicher in einer späteren Folge).
Alle Emotionen sind positiv, in dem Sinne, dass sie für das Leben nützlich und wichtig sind. Denn jede Emotion zeigt ein Bedürfnis an, also etwas, was wir lebensnotwendig brauchen.
Was ist das Bedürfnis der Liebe?
Nun ganz einfach: Ich fühle mich dir nahe, ich fühle mich dir verbunden. Und das ist so schön! Und so soll es laange bleiben! …….
Vom Gefühl zur Emotion
Jede Emotion beginnt als Gefühl: In dir, in deinem Körper nimmst du eine Reaktion wahr.
Nehmen wir an, du bist mit jemandem zusammen. Auf einmal wirst du gewahr, dass dein Körper entspannt. Dein Herz schlägt ruhig und kräftig. Dein ganzer Oberkörper wird warm, besonders an der Vorderseite. Die Arme und Beine sind gut durchblutet. Du spürst das Bedürfnis, dem anderen näher zu sein.
Das ist Liebe – du fühlst sie in dir.
Das Gefühl wird zur E(x)-motion wenn du dem inneren Fühlen nun Aus-druck gibst, es ins Außen bringst. Du teilst dein Bedürfnis mit, du suchst mehr körperliche Nähe, deine Augen leuchten das Gegenüber an. Den innigsten Ausdruck findest du in einer engen Umarmung: Herz an Herz, Bauch an Bauch; deine Arme nehmen, dein Atem geht tief, zwischen euch wird es richtig schön warm.
Das ist Nahrung für die Seele. Und wenn der andere Mensch dazu bereit ist, dann kannst du von dieser Liebe deine Seele anfüllen. (Wohlgemerkt: Ich spreche hier nicht von Sexualität, sondern von der Liebe als einer Emotion, die du prinzipiell mit jedem Menschen teilen könntest.)
Die Liebe ist für die Seele, was die Nahrung für den Körper ist. Der Tisch ist gedeckt – Menschen gibt es genug.
Am vollen Tisch verhungern
Doch, wie kommt es, dass so viele am Liebestisch verhungern – obwohl der nächste Mensch nur eine Tür entfernt ist? Wie kommt es, dass so viele an Herz und Kreislauf krank werden?
Nun, das hat mit unseren Erfahrungen zu tun, Günter Voelk, mein erster Emotional-Trainer und -Lehrer erzählte das gerne in einem schönen Bild: Stell dir vor, dir schenkt jemand einen Korb mit leckeren Orangen. Du ist begeistert. Doch dann, vielleicht bei jeder sechsten oder siebenten, vielleicht auch schon bei jeder dritten oder vierten bekommst du immer eine Nackenschlag. Das verleidet dir die leckeren Orangen. Du wirst vorsichtiger beim Essen. Du schränkst dich ein und nimmst weniger zu dir. Vielleicht hörst du sogar ganz auf sie zu essen. Du würdest gerne, aber… Du leidest. Du gewöhnst dich an das Leiden. Du merkst es nicht mehr. Aber dein Körper merkt es – und macht dir später Probleme mit dem Herzen oder dem Kreislauf. So haben viele gelernt, mit Liebe umzugehen.
Liebe üben
Was ist der Ausweg?
Nun, ganz einfach: Liebe, Nähe, Verbundensein wieder lernen.
Doch das ist nicht leicht, man begegnet dabei den alten Geistern der Vergangenheit: dem Verletztwordensein, dem Schmerz der Zurückweisung, dem Zorn über Demütigung, der Angst vor Bloßstellung. Mit denen muss man lernen umzugehen. Erfahren, dass sie heute als erwachsener Mensch auszuhalten sind. Und vor allem: immer wieder erleben, bewusst erleben, wie oft die Liebe gelingt. Wie oft es möglich ist, einem Menschen nahe und vertraut zu sein. Wie wunderbar es sich anfühlt, wenn das Herz offen ist, der Bauch warm und Verbundenheit entsteht.
Oft braucht es für diesen Lernen einen geschützten Raum, eine Atmosphäre, wo man sich sicher fühlt und geachtet. Deshalb gebe ich Seminare in besik®-Emotionaler Körperarbeit / Embodiment.
Dort ist Raum, alte, ungute oder schlimme Erfahrungen anzusehen und abzulegen sowie Neues, Liebevolles zu erleben.
Ich arbeite als Kern mit der Methode des Bonding, die ich unseren heutigen Bedürfnissen entsprechend angepasst und verändert habe. Im englischen Wort Bonding steckt das deutsche Verbindung, also eigentlich Liebe.
Genau die brauchen wir um froher und heiler zu werden.
– Über die von mir geleiteten Seminare in besik®–Emotionaler Körperarbeit kannst du dich hier informieren:
disa-dresden.de
– Welchen Aspekt meiner Arbeit würdest du auf den Unterwegsgedanken gern näher behandelt sehen?
Das kannst du hier mitteilen – bitte mit dem Betreff „UG-Beitrag…“


