Und kostet 3,-€.
Dafür bekommt man ein Stoffplakat, das man sich ans Fenster hängen kann. Oder auch woanders hin (was wir aber nicht gesehen haben). Ansonsten wird nicht viel Schmus gemacht: ein paar bunte LED-Lämpchen in der Stadt, in ungefähr 5 Geschäften eine Weihnachtskrippe aufgebaut, 3 Weihnachtsbäume in 2 Restaurants, 1 Schwibbogen (immerhin). Die Geschäfte haben bis zum Nachmittag des Heiligen Abends offen. Dann war Ruhe in der Stadt.
19-Uhr-Messe in der Anglikanischen Kirche. Ungefähr 30 Krippenspielkinder, der Jugendchor und deren Anhang. Krippenspiel mit echtem Baby (welches die ganze Stunde lang artig in der „Krippe“ vor dem Altar lag) und echten Ziegen (welche zu den komischsten Zeitpunkten meckerten).
Wir sangen abends in unserem Apartamento noch Weihnachtslieder zur Gitarre – und kamen mit der (polnischen) Wirtin ins Gespräch.
Am 25. war Regen und ziemlich Sturm und die ganze Stadt wie leergefegt. Wir hatten einen herrlichen Strandspaziergang mit eindrucksvollem Wellenspiel.
Zum 26. lief das Leben wie gewohnt weiter – alle Geschäfte wieder offen, 16 Grad im Schatten, wolkenloser Himmel. Wir wanderten nach Frigiliana, einem Dorf, das uns als besuchenswert empfohlen worden war. Die Wanderung war schöner als das Ziel. (Das Foto blickt daher von Frigiliana hinunter auf Nerja.)
Google sei Dank, dass wir den Weg überhaupt fanden, man hätte sich auch leicht verirren und heftige Umwege gehen können. An diesen Stellen ist die heutige Technik wirklich wertvoll.
Heute nun der Höhepunkt: 19 Grad, herrlichste Sonne, Strandwanderung… Marjana riskierte es schon in Tevas. Und das alles schön in Ruhe, so, wie wir Lust haben, ohne jeglichen Zeitdruck.
Das ist das bisher für mich Beeindruckendste: Mit einem Jahr Zeit vor Augen wird der Lebensrhythmus anders. Du musst eben nicht in paar Tagen wieder weg – und noch dies und das und jenes erleben. Du hast einfach Zeit. Kannst machen, was gerade dran ist. Das andere wird schon noch. Wenig, was du erlebst. Heute hatten wir Sand, leichten Wind, Muscheln, Steine, herrliche Sonne, klarblauen Himmel und (noch immer) schöne Wellen. Dazu spätnachmittags einen Café con leche. Das reicht zum Glücklichsein.
Der Stress holte uns erst abends wieder ein, als wir unsere neu erworbenen spanischen SIM-Karten nicht aktiviert bekamen. Ob’s wohl morgen wird?
